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Als Netzelektriker hoch hinaus

Mitarbeiterinterview mit einem Netzelektriker-Ausbildner

Thomas, wie bist du eigentlich zum Lehrlingsbetreuer geworden?

Das Thema hat mich schon immer interessiert und ich hatte als Feuerwehrkommandant und Instruktor bereits Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Bei meiner Anstellung bei der damaligen EBM habe ich im Jahr 2000 diese Aufgabe übernommen.

Wie musstest du dich darauf vorbereiten?

Ich musste verschiedene Weiterbildungen wie den Lehrmeisterkurs, den Instruktor für die überbetrieblichen Kurse und den Ausbildner absolvieren.

Wie sieht die Ausbildung bei Primeo Energie aus?

Die angehenden Netzelektriker/-innen durchlaufen intern und extern verschiedene Ausbildungsmodule, die von der Autowerkstatt bis zur öffentlichen Beleuchtung reichen, zusätzlich besuchen sie die überbetrieblichen Kurse.

Was sind überbetriebliche Kurse?

In diesen externen Kursen erweitern unsere angehenden Netzelektriker/-innen ihr Wissen und ihre handwerklichen Fähigkeiten. Dort sind sie auch mit anderen Lernenden der Branche zusammen.

Wie viele Netzelektriker bildet Primeo Energie pro Jahr aus?

Das sind pro Lehrjahr in den drei Kreisen zwei bis drei Personen. Eine Lehre dauert drei Jahre.

Was hat sich im Laufe deiner Tätigkeit geändert?

Die Anforderungen sind höher geworden, das Ausbildungskonzept wurde vor 5 Jahren den neuen Bedürfnissen nach Spezialisierung angepasst. Es werden heute drei Fachrichtungen angeboten: Netzelektriker für Energie, Netzelektriker für Kommunikation und Netzelektriker für Fahrleitungsbau.

Was müssen Jugendliche mitbringen, wenn sie Netzelektriker/-in werden wollen?

Sie brauchen eine gute Schulausbildung, müssen Freude an der Technik haben und sollten schwindelfrei sein. Das ist doch eine wesentliche Voraussetzung, weil der Freileitungsbau erfordert, dass man auf Masten klettert.

Wie sind denn Jugendliche heute so gestrickt?

Die Unterschiede gegenüber früher sind gar nicht so gross, wie man vielleicht annimmt. Während einer Lehre entwickeln sich Jugendlichen enorm, sie nabeln sich vom Elternhaus ab und müssen sich neu zurechtfinden. Das geht manchmal nicht ganz reibungslos über die Bühne. Die Jugendlichen haben heute ein positives Selbstbewusstsein, sie sind gut informiert, unkompliziert und aufgeweckt. Und sie sagen dir schnell einmal «du».

Hattest du auch schon weibliche Lernende?

Bei EBM, beziehungsweise Primeo Energie, noch nie, aber in den überbetrieblichen Kursen treffe ich als Instruktor manchmal auch junge Frauen an.

Gibt es manchmal auch Konflikte?

Ich versuche immer das Geschäftliche und Private zu trennen. Die Jugendlichen «gamen» natürlich gerne, sind in den Social-Medien zuhause und können kaum vom Smartphone lassen, da muss man halt einfach Spielregeln einführen. Es braucht überhaupt ein bisschen Fingerspitzengefühl, manchmal auch etwas Druck oder einen Plan «B». Zwischendurch muss man halt auch ein bisschen die Rolle der Eltern übernehmen.

Was ziehst du für eine Bilanz über deine Tätigkeit?

Es war eine positive Zeit und es hat mir immer Spass gemacht, mich für die Jugendlichen einzusetzen und meine Motivation für den Beruf weiterzugeben.

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