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Bereit für die Zukunft

Im KUSPO in Münchenstein ging gestern die 117. ordentliche Delegiertenversammlung zum Geschäftsjahr 2014 der EBM über die Bühne. Im Mittelpunkt standen das Leitbild und die neue Strategie, nach welchen sich die EBM kontinuierlich zu einem modernen, kundenorientierten und kosteneffizienten Versorgungsunternehmen weiterentwickeln will.

Wie gewohnt begrüsste Hugo Holm, Präsident des Büros der Delegiertenversammlung EBM, pünktlich um 17.30 Uhr die anwesenden Delegierten und Gäste. Nach der Wahl der Stimmenzähler und der Genehmigung des Protokolls des Vorjahres standen das Leitbild sowie die neue Strategie im Mittelpunkt. Verwaltungsratspräsident Alex Kummer ging in seiner Präsidialadresse auf die Entwicklung der EBM ein. Im Rahmen der vier Themen «Führungswende», «Energiewende», «Marktwende» und «Corporate Governance» verwies er auf die Herausforderungen der Energiebranche, und wie sich die EBM mit wegweisenden Massnahmen den Veränderungen stellt. Hinsichtlich Transparenz konnte Alex Kummer festhalten, dass die EBM bereits seit dem Jahr 2009 freiwillig als Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER anwende und auch präzise Angaben zum Verwaltungsrat, zur Geschäftsleitung und zur Vergütungsregelung ausweise. Anders als bei vielen Mitbewerbern der Branche beinhalte der Jahresbericht der EBM auch Detailzahlen zu den vier Segmenten im Kerngeschäft und beispielsweise auch die Zu- und Abgänge bei den marktzutrittsberechtigten Kunden.

Auf die Strategie an sich, welche auf der Webseite der EBM veröffentlicht ist, ging dann Dr. Conrad Ammann, CEO EBM, im Detail ein. Neben der Ausgangslage, den Strategien für die EBM-Gruppe und den vier Kerngeschäftsfelder «Energiegeschäft», «Netz», «Wärme» und «Erneuerbare Energien», vertiefte Ammann insbesondere die Stromversorgungs- und Strombeschaffungsstrategie. Diese basiert auf den drei Pfeilern «Erneuerbare Energien», «Energieeffizienz und Sparmassnahmen» sowie «Versorgungssicherheit». Im Rahmen der Eigenproduktion von «grünem» Strom will die EBM längerfristig ein eigenes Kraftwerkportefeuille mit erneuerbaren Energien in der Grösse von rund 50 Prozent der jährlich benötigten Versorgungsenergie aufbauen. Da dies nicht allein mit Anlagen in der Schweiz realisiert werden kann, investiert die EBM an den besten Standorten in der Schweiz und im Ausland. Dabei steht die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.

Zum Jahresbericht und zur Jahresrechnung 2014 erörterten Dr. Conrad Ammann und Cédric Christmann, CFO, die wesentlichen Eckdaten und Kennzahlen. Über alles ist es gelungen, das hohe Potenzial, das in der EBM steckt, in wirtschaftlichen Erfolg umzusetzen. Neben steigendem Umsatz und Gewinn hat sich die EBM im offenen Strommarkt erfolgreich positioniert und behauptet. Mit einem Eigenkapitalanteil von 72 Prozent und einer Verschuldungskennzahl von 1,6 Netto-Schuld zu Netto-Geldfluss ist die EBM sehr solide finanziert.

Die Energiewende stellt für die EBM auf allen Ebenen eine Herausforderung dar und fordert auch strukturelle Anpassungen. Eine zeitgemässe Corporate Governance verlangt schlanke Strukturen und Gremien, die auch kurzfristig entscheiden können. Diesbezüglich wurde, wie an der Delegiertenversammlung 2014 angekündigt, die Statutenänderung zur Verkleinerung des Verwaltungsrates vorgelegt. In der Diskussion äusserten einige Delegierte ihren Unmut zu den im Jahresbericht offen ausgewiesenen Entschädigungen und wünschten, dass auch in einem verkleinerten Verwaltungsrat die Gemeinden weiterhin vertreten sein müssten. Ein Delegiertenantrag bezog sich im Kern auf die Investitionen der EBM in erneuerbare Energien im Ausland und sah vor, die Statuten dahingehend abzuändern, dass der gesamte Jahresgewinn neu durch die Delegiertenversammlung verwendet werden kann und auch Ausschüttungen an die Genossenschafter möglich sind. Der Verwaltungsrat EBM lehnte es klar ab, neue Zwecke zur Gewinnverwendung in die Statuten aufzunehmen. Die Bildung von Reserven ist für die EBM die einzige Möglichkeit, um Eigenkapital zu erwirtschaften, welches für die betriebsnotwendigen Investitionen in Stromnetze, elektrische Anlagen, Stromproduktion oder Wärmeanlagen im Sinne des Gesellschaftszweckes und der Strategie benötigt wird.

Die Mehrheit der 240 anwesenden Delegierten folgte der Meinung des Verwaltungsrates und lehnte den Delegiertenantrag deutlich ab. Genehmigt wurden ebenfalls der Jahresbericht sowie die Jahresrechnung 2014, die mit einem Gewinn von 30 Millionen (8,7) Mio. Franken abschloss. Aus dem Gewinn der Genossenschaft wurden 500‘000 Franken dem EBM-Energiefonds zugeführt. Mit diesem unterstützt die EBM erfolgreich ihre Genossenschafter, die im Netzgebiet in erneuerbare Energien investieren oder Energie effizienter einsetzen wollen. Dem Verwaltungsrat wurde Entlastung erteilt.

Die Delegiertenversammlung unterstütze zudem den Antrag des Verwaltungsrates und beschloss hinsichtlich Statutenänderung die Grösse des VR-EBM in zwei Schritten bis zur DV 2018 auf maximal 9 Mitglieder zu begrenzen.

Im Hinblick auf die Verkleinerung des Verwaltungsrates verzichteten die bisherigen VR-Mitglieder Marlise Ehrenzeller, Martin Helfenstein, Rudolf Mohler und Marc Weber auf ihr VR-Mandat. Patrick Gassmann war aufgrund der statutarischen Altersgrenze nicht mehr wählbar. Die bisherigen Verwaltungsräte Daniel Schenk (Therwil) und Andreas Dürr (Biel-Benken) wurden einzeln für eine weitere Periode bis ins Jahr 2019 erfolgreich bestätigt.

Weitere Informationen:

  • Joachim Krebs, Leiter Unternehmenskommunikation, Tel. +41 61 415 43 85, E-Mail j.krebs@ebm.ch
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