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Die grösste Steckdose der Region wurde neu verdrahtet

Das neue Unterwerk Froloo in Therwil wird am 13. September offiziell eingeweiht und zum Abschluss der Erneuerungsarbeiten der Bevölkerung vorgestellt. «Die grösste Steckdose der Region» bildet in der Nordwestschweiz einen der wichtigsten Übergänge zwischen dem Übertragungsnetz von Swissgrid und den Verteilnetzen von EBM und IWB.

Aussenansicht Untewerk Froloo

Ursprünglich war das Unterwerk Froloo, das 1957/58 auf dem Bruderholz realisiert wurde, als Freiluftanlage konzipiert worden. Alle Leitungen, Isolatoren, Druckluftschalter und Transformatoren befanden sich hinter einem hohen Zaun unter freiem Himmel.

Im neuen Unterwerk Froloo, das an Stelle des bereits bestehenden Betriebsgebäudes errichtet wurde, sind alle technischen Anlagen im Innern untergebracht. Konzipiert und realisiert hat das neue Unterwerk Alpiq im Auftrag der EBM, IWB und Swissgrid. Das Unterwerk Froloo bildet einen der wichtigsten Einspeisepunkte für elektrische Energie in die Region Nordwestschweiz. Die Energie aus den weiter entfernten Grosskraftwerken wird über zwei 220-kV-Leitungen aus dem schweizerischen Übertragungsnetz der Swissgrid bezogen und auf tiefere Spannungsebenen transformiert.

Das Unterwerk Froloo vereinigt modernste Technologie und kompakte Bauart mit höchster Sicherheit. Alle elektrischen Anlagen sind berührungssicher ausgeführt. Nebst den Schaltanlagen und Transformatoren, die in verschiedenen Räumen untergebracht sind, befinden sich diverse Sicherheitseinrichtungen, Erdungssysteme, Brandmeldeanlagen und zwei Leitsysteme in dem Gebäude. Der Betrieb erfolgt ferngesteuert von den Netzleitstellen der einzelnen Elektrizitätsunternehmen aus. Auch dem Erdbebenschutz wurde vermehrt Rechnung getragen. Insgesamt investieren EBM, IWB und Swissgrid rund 40 Millionen Franken in das neue Unterwerk.

Die zwei nordwestschweizerischen Elektrizitätswerke EBM und IWB haben sich mit dem neuen Unterwerk einen direkten Zugang zum Übertragungsnetz der Swissgrid geschaffen. Dadurch lassen sich Synergien nutzen und verschiedene Abläufe vereinfachen.

Dank dem Neubau des Unterwerks Froloo kann das bestehende Unterwerk Bottmingen stillgelegt werden. Gleichzeitig werden verschiedene Anpassungen und Optimierungen am umliegenden Leitungsnetz vorgenommen. Alle Stromleitungen ausser der 220-kV-Leitung mit Gittermasten verschwinden im Boden. Ein neues, in der Nordwestschweiz erstmalig angewandtes Flüssigboden-Bauverfahren ermöglicht, dass die Leitungen rasch und umweltgerecht verlegt werden können. Der vorhandene Aushub kann nach einer Spezialbehandlung wiederverwertet werden.

Mit dem Unterwerk Froloo und den neuen, unterirdisch verlegten Kabelsträngen steigt die Versorgungssicherheit in der Region Nordwestschweiz nochmals. Netzteile können flexibler um- und zusammengeschaltet werden, was dazu führt, dass allfällige Störungen in der Energieversorgung schneller behoben werden können.

Für das Naherholungsgebiet Bruderholz ergeben sich – wenn die Bauarbeiten einmal beendet sind – gleich zwei Vorteile. Der grösste Teil der Leitungen verschwindet von der Bildfläche. Der Rest der Freiluftanlage wird bis Ende 2015 rückgebaut und ein 7000 Quadratmeter grosses Areal wird renaturiert.

Chronik eines Unterwerks
Im Oktober 2010 begannen bei laufendem Betrieb die ersten Bauarbeiten. In einer ersten Etappe wurde das neue Betriebsgebäude für das Indoor-Unterwerk mit zwei Transformatorenzellen, Kabelkeller und gasisolierter 220/145 kV-Schaltanlage errichtet. Die Montage- und Vorbereitungsarbeiten für die Schaltanlage, die Steuerungen und den neuen 250 MVA-Transformator (220/145 kV) erstreckten sich bis ins Jahr 2012. Spektakulär war die Anlieferung des Transformators mit einem Schwertransport ab Auhafen. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme konnten der Rest des bestehenden Betriebsgebäudes rückgebaut und zusätzliche Transformatorenzellen sowie die Schaltanlage für die beiden 220/50kV-Transformatoren realisiert werden. Der bestehende, betriebstüchtige 220/145kV-Transformator wurde von der Freiluftanlage ins neue Unterwerk verschoben. Die Demontage der alten Freiluft-Schaltanlage sowie die darauffolgende Renaturierung der freiwerdenden Fläche dauert bis Ende 2015.

Tag der offenen Tür nachmittags am 13. September
Von 15 bis 18 Uhr können interessierte Besucherinnen und Besucher einen Blick ins neue Unterwerk werfen. Spezialisten erklären dabei die Funktion. Spannende Stromexperimente geben einen Einblick in die Welt der Energie. Verpflegungs-möglichkeiten sind vorhanden. Das Gebiet rund um das Unterwerk ist verkehrsfrei, deshalb steht ein Shuttle-Service ab dem BLT-Parkplatz in Oberwil zur Verfügung. Anfahrt BLT-Parkplatz mit Tramlinie 10 und Buslinien 61/64 (Haltestelle Hüslimatt).

Ansprechpartner

  • EBM: Herbert Niklaus, Geschäftsführer EBM Netz AG, Telefon +41 61 415 42 84, h.niklaus@ebm.ch
  • IWB: Erik Rummer, Unternehmenskommunikation, Telefon +41 61 275 96 58, +41 79 758 54 69, medien@iwb.ch
  • Alpiq: Andreas Meier, Mediensprecher, Telefon +41 62 286 71 10, medien@alpiq.com
  • Swissgrid: Andreas Schwander, Mediensprecher, Telefon +41 58 580 24 41,  andreas.schwander@swissgrid.ch
Medienmitteilung

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