GASAG

GASAG

Die Erdgas AG Laufental-Thierstein, kurz GASAG, wurde am 20. August 1993 gegründet. Sie betreibt Anlagen, um private und öffentliche Gebäude zuverlässig mit Erdgas und Biogas zu versorgen – und zwar zu möglichst günstigen Konditionen. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft in Laufen eine Erdgastankstelle.

Zu den Aktionären gehören EBM (Genossenschaft Elektra Birseck) sowie die Einwohnergemeinden Breitenbach, Büsserach, Dittingen, Meltingen und Zwingen sowie die Stadt Laufen. Primeo Energie hat ausserdem das Mandat für die Geschäfts- und Betriebsführung und ist verantwortlich für Beratung, Planung sowie technische und administrative Abläufe.

GASAG – neu mit Ökogas «Gold Standard»

Ab 1. Januar 2022 erhalten unsere Kunden mit Basistarif zu 100 Prozent klimakompensiertes Ökogas. In Zusammenarbeit mit myclimate investieren wir damit in ein konkretes Biogasprojekt in Nepal, das nach internationalem «Gold Standard» zertifiziert ist. Mit diesem Projekt werden mehr als 15'000 kleine Biogasanlagen auf den Grundstücken von Bauernfamilien gebaut, gewartet und repariert, was nach dem verheerenden Erdbeben von 2015 nötig geworden ist. Das Projekt wurde vom WWF Nepal initiiert und zusammen mit myclimate unterstützt. Nebst der nachhaltigen Einsparung von Emissionen, vereinfacht sich das Leben vor allem der betroffenen Frauen und ihren Familien massgeblich. Statt täglich stundenlang Holz zu sammeln, können sie nun ihre Energie direkt vor Ort gewinnen. Mehr Informationen, Bilder und Video zum Projekt finden Sie hier.

Fragen und Antworten zur aktuellen Gasversorgung

Die Gasversorgung der Schweiz ist aktuell gewährleistet. GASAG hat die Mengen für den nächsten Winter bereits beschafft. Für die Zukunft ist ein zunehmender Anteil Biogas aus unserer Region geplant.
 
Gasversorgungssicherheit in der Schweiz
Gemäss dem Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) ist die Versorgung der Schweiz mit Erdgas aktuell gesichert. Für die Sicherstellung der Versorgung für den nächsten Winter erlaubte der Bundesrat Anfang März 2022 den regionalen Gasunternehmen als Gemeinschaft, zusätzliche Mengen bis 1. November 2022 zu beschaffen und Gasreserven einzurichten. Dies umfasst die Beschaffung von Gas, zusätzliche Gasspeicherkapazitäten (15 Prozent des inländischen Jahresverbrauchs), Flüssigerdgas (LNG) und Terminalkapazitäten für LNG.

Beschlossen wurde zudem ein Solidaritätsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz, um sich im Notfall gegenseitig bei der Gasversorgung unterstützen zu können.
 
Russisches Gas in der Schweiz
Die Schweizer Gasbranche hat keine direkten Verträge mit Russland. Beschafft wird direkt und primär auf den Märkten in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Italien. Auf den Liefermix der jeweiligen Vorlieferanten hat die Schweizer Gaswirtschaft keinen Einfluss. Der Gasanteil am gesamten Energieverbrauch in der Schweiz beträgt 15 Prozent. Davon stammen schätzungsweise 46 Prozent aus Russland. Die EU setzt alles daran, so schnell wie möglich aus russischem Gas, aber auch Öl und Kohle auszusteigen.
LNG – die Alternative zu russischem Erdgas

LNG ist die Abkürzung für «liquified natural gas». Damit ist verflüssigtes Erdgas gemeint. Der flüssige Aggregatzustand wird bei einer Kühlung von -162°C erreicht. So wird das Gas um den Faktor 600 komprimiert und kann in hoher Energiedichte auf Schiffen transportiert werden. Es stammt in der Regel aus Katar, den USA und Australien. Entlang der europäischen Westküste bestehen rund 40 Entladungsterminals, wo das LNG wieder gasförmig in die bestehenden Pipelines eingespeist wird.

Was passiert bei Gasmangellage?
Falls eine Gasmangellage in der Schweiz eintreten würde, wird ein Konzept der Wirtschaftlichen Landesversorgung umgesetzt, das Massnahmen zur Nachfragereduktion in mehreren Stufen vorsieht. Dazu gehören Sparappelle, die Anordnung der Umschaltung von Zweistoffanlagen auf Öl sowie im Notfall die Kontingentierung von grossen Gasverbrauchern.
Biogas und Wasserstoff – die erneuerbaren Alternativen zu Erdgas
Die GASAG beabsichtigt, Biogasressourcen aus der Region zu sichern. Mit zunehmendem Anteil einheimischer Ressourcen verringert sich die Abhängigkeit vom Ausland und der Anteil erneuerbarer Energie aus biogenen Abfallstoffen wächst.
Das GASAG-Netz ist grösstenteils wasserstofftauglich. Der Anschluss des Schweizer Gasnetzes an die europäische Wasserstoffleitung ist geplant. Erste Abklärungen für eine Beimischung laufen.
 
Wie entwickeln sich die Gaspreise?
Wir gehen davon aus, dass der Gasmarkt volatil und das Preisniveau hoch bleibt. Dank vorausschauendem Beschaffungsplan ist die GASAG nicht vollumfänglich vom aktuellen Marktgeschehen betroffen. Ein kleiner Anteil wird auf dem kurzfristigen Spotmarkt eingekauft. Dies glättet die steigende Preiskurve. Die Energiebeschaffung ist ein Teil der Energiekosten. Bei den Netzkosten und Abgaben werden kurzfristig keine grossen Veränderungen erwartet. Insgesamt müssen die Gaspreise der GASAG per 1. Juli 2022 um 15 Prozent angehoben werden. Für das Jahr 2023 werden die Preise neu kalkuliert.

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GASAG
c/o EBM (Genossenschaft Elektra Birseck)
Weidenstrasse 27
4142 Münchenstein