Informationen zu den Strompreisen 2027

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen über die Anpassung der Stromtarife in der Grundversorgung für das Jahr 2027, ein Erklärvideo über die Zusammensetzung des Strompreises und Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen. Primeo Energie kann die Stromtarife nicht frei bestimmen, sie folgen den Bestimmungen der Stromgesetzgebung und variieren je nach Haushalt und dessen Produkt und Einkaufsprofil. Primeo Energie informiert ihre Kundinnen und Kunden schriftlich über die individuellen Anpassungen von Ende August bis Ende November mit dem üblichen Rechnungszyklus.

Ab dem 1. Januar 2027 werden die Strompreise in der Grundversorgung weiter sinken. Der Strompreis der grundversorgten Endkundinnen und Endkunden setzt sich im Wesentlichen aus den Komponenten Energie, Netzkosten und Abgaben zusammen. Die Energie wird günstiger aufgrund der tieferen Marktpreise an den Börsen. Bei der Netznutzung zeigt sich je nach Region und Netzgebiet ein differenziertes Bild. Die Abgaben sinken insgesamt.

Wie kommt der Strompreis zustande?

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Stromkosten senken mit Primeo Dynamisch

Ab 1. Januar 2027 wird aus «Primeo NetzDynamisch» der Wahltarif «Primeo Dynamisch». Er kombiniert eine dynamische Netznutzung mit einer dynamischen Energiekomponente. Die Energiepreise richten sich nach dem Spotmarkt.

Wer seinen Stromverbrauch gezielt in günstige Zeiten verlagert, kann seine Stromkosten senken. Der Tarif eignet sich für Haushalte mit flexiblen Strombezügen, etwa für Elektroautos, Wärmepumpen oder Batteriespeicher.

Voraussetzung ist ein Energiemanagementsystem, das die Strombezüge automatisch steuert. Bei einem Haushalt mit Elektroauto sind gegenüber dem Standardtarif Einsparungen von bis zu 25 Prozent bzw. 500 Franken pro Jahr möglich. Die tatsächliche Einsparung hängt unter anderem vom Stromverbrauch und der Fahrleistung ab.

Downloads

Informationen für Kundinnen und Kunden in der Region Basel

Informationen für Kundinnen und Kunden in der Region Olten

Informationen für Kundinnen und Kunden der Elektra Gretzenbach AG (ELAG)

Fragen - Antworten

Die Marktpreise für den Strom haben sich erholt. Warum sinken die Strompreise in der Grundversorgung nicht deutlicher?

Die Entwicklung der Strompreise wird durch tarifsenkende und tariferhöhende Faktoren beeinflusst. Gesamthaft überwiegen für das Jahr 2027 die tarifsenkenden Faktoren. 

Der Energiepreis, der von den Marktpreisen beeinflusst wird, sinkt in den Versorgungsgebieten von Primeo Energie um rund 5 Prozent. Nach der Energiekrise in den Jahren 2022 und 2023 mit Strommarktspitzen hat sich der Energiemarkt weitgehend beruhigt. Die Beschaffungspreise sind aber immer noch höher als vor der Energiekrise und der aktuelle Nahostkonflikt führt erneut zu grösseren Marktpreisschwankungen. Wie viele andere Unternehmen verfolgt Primeo Energie eine langfristige Beschaffungsstrategie und glättet die Preiseffekte für ihre Kundschaft durch den Kauf von Tranchen über drei Jahre. Die Auswirkungen der hohen Strompreise der vergangenen Jahre wirken aber immer noch nach, wenn auch in deutlich geringerem Masse als in den Vorjahren.

Gestiegen sind hingegen die Netznutzungspreise. Hintergrund ist zu wesentlichen Teilen der tiefgreifende Umbau, den das Schweizer Stromnetz aktuell durchläuft, um mit dem Zubau an erneuerbaren Energien mithalten zu können. Dies erfordert hohe Investitionen in die Netzinfrastruktur und den Umbau des Netzes zu einem Smart Grid. Hinzu kommen der steigende Aufwand für den Betrieb sowie je nach Versorgungsgbiet die Nachverrechnung von Kosten aus früheren Tarifjahren. Der gestiegene Eigenverbrauch von lokal produziertem Solarstrom führt zu einer geringeren Strommenge im Netz, was die Netznutzungspreise pro Kilowattstunde aufgrund der fixen Kostenstrukturen ebenfalls erhöht. Die Abgaben sinken gesamthaft leicht. 

Mit Massnahmen, wie beispielsweise der Einführung des Wahltarifs Primeo Dynamisch sollen weiteren Kostensteigerungen begegnet und für die Kundschaft Möglichkeiten zur Reduktion der Stromkosten zur Verfügung gestellt werden. 

Was sind Deckungsdifferenzen?

Deckungsdifferenzen entstehen, wenn die Einnahmen eines Netzbetreibers aus den Stromtarifen nicht genau den angefallenen Kosten entsprechen. Da es beinahe zwei Jahre von der Tarifkommunikation bis zu den tatsächlichen Ergebnissen dauert, können die Einnahmen höher oder niedriger als die Kosten sein. Wenn die Einnahmen niedriger sind, spricht man von einer Unterdeckung und der Netzbetreiber kann diese Kosten später den Kunden nachbelasten. Im umgekehrten Fall spricht man von einer Überdeckung und der Netzbetreiber muss die Differenz an die Kundinnen und Kunden zurückzahlen.

Deckungsdifferenzen werden in der Regel innerhalb von drei Jahren abgebaut, indem sie in den Stromtarif eingerechnet werden. Sie wirken sich entsprechend erhöhend oder senkend auf die Strompreise aus. Deckungsdifferenzen fallen bei der Netznutzung und der Energie an. Während der Energiekrise fielen unerwartet hohe negative Deckungsdifferenzen an, welche sich immer noch tariferhöhend in den Stromtarifen auswirken.

Wofür ist die Abgabe «Stromreserve für den Winter»?

Der Bund hat 2022 die «Winterreserve» (Wasserkraftreserve, Reservekraftwerke, Notstromgruppen) geschaffen, um die Stromversorgung im Winter 2022/2023 zu gewährleisten. Die Kosten für diese Notfallmassnahmen fliessen 2024 erstmals in den Netznutzungstarif des Strompreises ein und tragen damit auch zum Strompreisanstieg bei. Die Abgabe für die Stromreserve zur Finanzierung der Vorhaltung der Wasserkraftreserve und Verfügbarkeit von Reservekraftwerken beträgt für das Jahr 2026 0,41 Rp./kWh (ohne MWST).​

Wofür ist die neue Abgabe "Solidarisierte Kosten"?

Die neue Bundesabgabe «solidarisierte Kosten» dient der Finanzierung von Netzverstärkungen und der vom Parlament beschlossenen Überbrückungshilfen für die Stahl- und Aluindustrie. Dieser neue Tarif beträgt 0,05 Rappen pro Kilowattstunde und belastet einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 2500 KWh mit rund 1 Franken pro Jahr.

Wofür ist der Messtarif?

Der Messtarif deckt die Kosten für die Zähler und die Messung ab. Diese Kosten waren bis 2025 im Grundpreis enthalten. Gemäss Stromversorgungsverordnung Art. 18 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1, sind die Messkosten seit 2026 separat auszuweisen. Diese Kosten für die Messung werden neben den Kosten für die Netznutzung in Rechnung gestellt.

Was ist Flexibilität und warum ist sie wichtig?

Flexibilität ist die Möglichkeit, den Stromverbrauch oder die Stromproduktion zeitlich zu verschieben (z.B. Wärmepumpen, PVA in Kombination mit Batterien oder E-Autos). Sie gehört grundsätzlich der Besitzerin bzw. dem Besitzer der Anlage und wird vom jeweiligen Energieversorger vergütet. Bei Primeo Energie z.B. in Form von besonderen Tarifen wie dem Tarif für Unterbrechbare Anwendungen oder E-Mobilität.

Flexibilität hilft dem Netzbetreiber bei der Integration erneuerbarer Energie. Er kann damit das Stromnetz ausgleichen und stabil halten sowie Netzausbauten vermeiden. 

Wie kann ich die Nutzung meiner Flexibilitäten beenden?

Kundinnen und Kunden mit Flexibilität (Kundengruppe E-Mobilität, Unterbrechbare Anwendungen und Kundschaft mit sonstiger Flexibilität, z.B. Boilersteuerung) stellen Primeo Energie diese Flexibilität zur Verfügung und können dieses Recht zur Nutzung auch wieder aufheben. Sollen Unterbrechungen oder Leistungsreduktionen resp. -verschiebungen untersagt werden, ist eine entsprechende Mitteilung mit einer Frist von drei Monaten per Ende des Kalenderjahrs schriftlich an Primeo Energie zu senden. Erfolgt eine solche Kündigung, wird die Nutzung der Flexibilität eingestellt und es erfolgt allenfalls eine Anpassung der Kundengruppe.

Verändern sich die Strompreise einheitlich bei jedem Stromanbieter?

Nein. Der Strompreisanstieg ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Beim Energieteil hängen die Differenzen wesentlich davon ab, ob Strom mehrheitlich über Eigenproduktion bezogen oder am Markt beschafft wird. Beim Teil der Netznutzung kommt es stark auf die Investitionen in den Netzaus- und Umbau an, die der jeweilige Energieversorger geplant hat.

Schlägt sich das Sponsoring von Primeo Energie in den Energiepreisen nieder?

Die regulierten Strom- und Netztarife werden durch die Elektrizitätskommission (ElCom) überwacht und es ist klar geregelt, was als Kosten eingerechnet werden darf und was nicht. Entsprechend werden die Kosten für Sponsoring und Werbung nicht dem Netz, sondern der Primeo Energie Genossenschaft belastet, und haben somit keinen Einfluss auf die Endpreise (Stromrechnungen) für den Kunden in der Grundversorgung.  Werbung und Sponsoring an sich machen wir insbesondere für jene Geschäftsbereiche und Produkte und Dienstleistungen, welche sich am Markt befinden und somit dem Wettbewerb ausgesetzt sind. Dies betrifft die Bereiche Wärme, Energie, E-Mobilität etc., und nicht die gebunden Netzkunden. Als standortverbundenes Unternehmen engagieren wir uns kontinuierlich für das Gemeinwohl und stehen zu unserer sozialen Verantwortung. Jährlich bewilligt die Delegiertenversammlung der Genossenschaft EBM aus dem Gewinn von Primeo Energie einen sechsstelligen Betrag, mit dem wir viele gemeinnützige Institutionen sowie sportliche, kulturelle und soziale Organisationen unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wo sehe ich meinen aktuellen Stromverbrauch?

Den aktuellen Stromverbrauch sehen Sie auf Ihrem Stromzähler (Wirkenergie vorwärts) und die Monatswerte finden Sie, wenn Sie einen SmartMeter haben, im Kundenportal von Primeo Energie my.primeo-energie.ch. Wenn Sie noch kein Login haben, wählen Sie bitte oben den Reiter «Registrieren» an und füllen Sie die Felder entsprechend aus.

Weshalb verändert sich meine Akontorechnung?

Die Akontorechnung wird jeweils anlässlich der jährlichen Turnusrechnug angepasst. Dazu werden der aktuelle Verbrauch, der zukünftige Preis und die entsprechenden Akontos berechnet.

Wie kann ich Strom sparen?

Privathaushalten empfehlen wir, das Energiesparpotenzial mit dem Online-Tool energybox.ch zu ermitteln und wertvolle Hinweise zu erhalten. Bei komplexeren Fragestellungen hilft eine Energieberatung.

Warum erhält die Stromrechnung ein neues Design?

Ziel ist, die Stromrechnung übersichtlicher und einfacher zu gestalten. Zudem wird die Anordnung der Tarifelemente an die neuen Vorgaben der Stromgesetzgebung angepasst. Neu werden deshalb die Systemdienstleistungen der Swissgrid nicht mehr unter Abgaben, sondern unter Netznutzung aufgeführt.

Weiterführende Informationen

Maschinenlesbare Tarife

Seit dem Tarifjahr 2026 sind die Stromtarife in einem einheitlichen, digitalen Format bereitzustellen. Durch die maschinelle Lesbarkeit wird der manuelle Aufwand reduziert und eine konsistente Datenverarbeitung ermöglicht. Nachfolgend finden Sie die entsprechenden JSON-Dateien.

Haben Sie Fragen? Wir helfen gerne.