21 Solarmodule liegen heute auf dem Haus von René Hänggi und seiner Frau in Arlesheim. Sie produzieren damit einen guten Teil ihres Stroms selbst, und das merkt das Ehepaar inzwischen auch an der Stromrechnung. Zur Anlage kamen sie über Home2050.

Text und Bilder: Viktor Sammain

Es ist ein sonniger Vormittag in Arlesheim. René Hänggi schaut auf die App seiner Photovoltaikanlage. 3,46 Kilowatt produziert sie gerade, rund 2,5 Kilowatt werden im Haus verbraucht. «Meine Frau macht gerade Marmelade, da läuft natürlich der Herd», sagt er. Die Energie dafür kommt heute vom eigenen Dach, nicht mehr aus dem Netz.

Von der Idee zur Offerte

Die Idee für eine Photovoltaikanlage kam Familie Hänggi während der Energiekrise. Strom und fossile Energien wurden teurer, gleichzeitig war viel von möglichen Versorgungsengpässen die Rede. «Da haben wir gesagt: Wenn alles teurer wird und man nicht weiss, wie es weitergeht, lassen wir eine Photovoltaikanlage installieren», erzählt René Hänggi.

Auf der Suche nach einem Anbieter stiess er auf die Anzeige von Home2050. Das gemeinsame Angebot von Primeo Energie, ebl und BLKB ermöglicht es, auf einfache Weise selbständig Offerten für Wärmepumpen, Ladestationen und eben auch Photovoltaikanlagen einzuholen. Ausserdem lässt sich die Eignung des eigenen Hauses für die drei Punkte prüfen. In der Regel funktioniert dies online, René Hänggi nutzte aber einen anderen Weg: Er schrieb an die angegebene E-Mail. So kam das Projekt ins Rollen.

Per Mail brachte René Hänggi das Projekt ins Rollen

Dann kam die Drohne

Fachleute besichtigten das Haus, filmten das Dach per Drohne. Anschliessend erhielt das Ehepaar Hänggi mehrere Offerten von Installationsunternehmen zum Vergleich. Nach dem Entscheid wurde es konkret. Im Frühjahr 2025 wurde das Gerüst aufgestellt, die Module montiert, die Kabel vom Dach in den Keller gezogen und die notwendige Technik installiert. Auch um die Fördergelder für die Anlage kümmerte sich die Installationsfirma. «Das lief alles völlig reibungslos und war in einer Woche vorbei», erzählt René Hänggi.

Seitdem liegen 21 Photovoltaikmodule auf dem Dach. Zusammen kommt die Anlage auf rund 9,45 Kilowatt Peak, rein rechnerisch genug für eine Produktion von rund 7'800 Kilowattstunden Strom im Jahr. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt in der Schweiz verbraucht rund 4'500 Kilowattstunden pro Jahr.

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Wenn der Strom vom eigenen Dach kommt

Seitdem sie die Solaranlage haben, achten Hänggis auch verstärkt darauf, wann sie bestimmte Geräte laufen lassen. «Wenn die Sonne scheint, ist ein guter Zeitpunkt, die Waschmaschine anzumachen», fasst René Hänggi es zusammen. Was im Haus gerade nicht gebraucht wird, fliesst ins Netz und wird vergütet. Wie Produktion und Verbrauch im Tagesverlauf aussehen, kann Hänggi in seiner App verfolgen. So wie an diesem Vormittag, an dem die Sonne nicht nur Strom fürs Haus liefert, sondern auch für den Topf Marmelade auf dem Herd.

Welchen Anteil am gesamten Stromverbrauch die Anlage übers Jahr deckt, hat René Hänggi nicht auf den Rappen ausgerechnet. Aber eines merken er und seine Frau ganz klar: «Die Rechnungen von Primeo sind nicht mehr so hoch wie früher.»

Rückblickend beschreibt René Hänggi den Weg über home2050 als unkompliziert. Kontakt aufnehmen, Offerten einholen, installieren lassen – bei ihm ging das ohne Umwege. Dass hinter home2050 bekannte Unternehmen stehen, spielte für ihn und seine Frau auch eine Rolle. «Die Firmen kennt man ja alle», sagt er. «Wenn das solche Unternehmen sind, haben wir gesagt: Dann wird das schon gut sein.» Würde er diesen Weg anderen Eigenheimbesitzerinnen und Eigenheimbesitzern empfehlen? Die Antwort ist kurz und klar: «Ja.»